SOMMER – SONNE – SONNENBRAND?

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Sonnentage lieben?
Sind Sie gerne im Freien, treiben dort Sport oder genießen Entspannung?
Damit sie Sonnentage ohne Reue genießen können ist der Schutz für ihre Haut unvermeidlich.

Sonnenbrand ist die kurzfristige Reaktion, wenn wir unseren Aufenthalt in der Sonne übertrieben haben. Aber auch dies schadet schon den Hautzellen und mögliche Krankheitsfolgen, wie Hautkrebs, kommen erst Jahre oder Jahrzehnte später. Ein Elefant vergisst nichts – und die Haut auch nicht.
WICHTIG: Es gibt kein Lebensalter, in dem UV – Strahlen nicht schaden können.

Der Eigenschutz der Haut baut sich erst ab ca. dem 2. Lebensjahr auf. Selbst dann ist Kinderhaut immer noch wesentlich empfindlicher als Erwachsenenhaut. Hier ein paar Hinweise, wie Sie Ihre Haut und die Ihrer Kinder schützen können:

• Stets, auch an weniger heißen Tagen mit strahlender Sonne, Sonnencreme benutzen. Achtung, Babyöl fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut.
• Nach Möglichkeit lange Ärmel und Hosen, sowie Sonnenhut benutzen. Bei kleinen Kindern reicht Sonnencreme alleine nicht aus.
• Sonnencreme sollte ca. ½ Stunde vor dem Gang nach draußen aufgetragen werden, da der Schutzfilm eine Zeit benötigt, bis er wirkt.
• Bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollte ein Kind nicht unmittelbarer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und auch im Schatten sonnendichte Kleidung tragen. Kinder bis zu diesem Alter sollten nur im Schatten krabbeln, mit schützender Kleidung. Denken Sie daran, Hausschatten ist etwas ganz anderes als Schatten eines Sonnenschirms oder Baums. Bei letzteren gehen noch viele UV-Strahlen durch.
• Auch bei bedecktem Himmel gelangen noch bis zu 80% der UV-Strahlen zu uns.
• Zwischen 12 und 15 Uhr (Sonnenstand) sollen auch ältere Kinder möglichst gar nicht in der Sonne sein.
• Das bodennahe Ozon entwickelt im Sommer außerdem immer höhere toxische Konzentrationen, was ebenfalls gegen längeren Aufenthalt von Kindern in der Sonne spricht.
• Beim Plantschen im Wasser muss die nackte Kinderhaut besonders gut geschützt sein. Wasserfeste Creme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor ist hier erforderlich. Aber nach dem Aufenthalt im Wasser das Kind schnell abtrocknen (Wassertropfen sind wie ein Brennglas).
• Die Haut nochmals eincremen verlängert nicht den Lichtschutzfaktor = man kann deshalb nicht länger in der Sonne bleiben. Beispiel: Würde die Haut ohne Schutz 10 Minuten Sonne am Tag vertragen, so kann sie mit Lichtschutzfaktor 10 insgesamt maximal 100 Minuten Sonne am Tag vertragen. Kinder benötigen weitaus höhere Lichtschutzfaktoren.

• Benutzen Sie stets Sonnenschutzmittel, die gegen UVA – und UVB – Strahlen schützen.
• UVA – Strahlen rückten in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus. Sie dringen tief in die Haut ein und tragen zur Hautalterung bei. Auch stehen sie in Verdacht den schwarzen Hautkrebs zu begünstigen.
• UVB – Strahlen dringen nicht so tief in die Haut ein und führen eine langsame Bräunung herbei. Sie begünstigen die Entstehung von Pigmentflecken. Sie verdicken die Oberhaut und können für ihre Zellen schädigend sein, auch krebsauslösend. Sie haben eine problematische Wirkung für die DNA-Struktur und die Zellmembran. Auch schwächen sie das Bindegewebe. Diese negativen Wirkungen treten schon ein, bevor sich die Haut sichtbar rötet. Daher solle man auch leichte Sonnenbrände vermeiden.
Für unsere Augen können sie ebenfalls gefährlich sein. So begünstigen sie den grauen Star und Hornhautentzündungen.

ACHTUNG
• Säuglinge und Kleinkinder mit Sonnenbrand müssen in ärztliche Behandlung.

• Besteht der Verdacht auf Sonnenstich / Hitzschlag bringen Sie die betroffene Person umgehend in den Schatten / ins Kühle, den Kopft mit feuchten Tüchern kühlen und wählen Sie die Notrufnummer 112, da der Zustand lebensbedrohlich sein kann. Bis zum Eintreffen der medizinischen Fachkräfte Bewußtsein und Atmung immer wieder prüfen. Ist der Betroffene bei Bewußtsein ihm vorsichtig etwas Flüssigkeit zuführen. Auch empfehlen Ersthelfer, bei der betroffenen Person den Oberkörper  erhöht zu lagern.

ZU DEN HÄUFIGSTEN BESCHWERDEN BEI SONNENSTICH / HITZSCHLAG ZÄHLEN:
• Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit.
• hochroter, heißer Kopf / heiße, rote Haut, die sich sehr trocken anfühlt
• Übelkeit, Erbrechen.
• Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, bishin zur Bewußtseinstrübung / -verlust
• Schwindel, Ohrengeräusche.
• Unruhe.
• Erschöpfung, Schwäche.
• ggf. Fieber
• erhöhter Puls

• BEI BABYS ZUSÄTZLICH MÖGLICH
– Nahrungsverweigerung
– lautes Schreien oder Reaktionsmangel / Gleichgültigkeit
– schnell ansteigendes, hohes Fieber
– ggf. Krampfanfall